Serious Mobile Learning

Mobile Learning, Mobiles Lernen, mLearning – diese Begriffe tauchen im Bildungsbereich immer wieder auf und werden in unterschiedlichsten Formen mit Konzepten und Lösungen gefüllt.

Das Projekt NetEnquiry, welches in der beruflichen Bildung zu verorten ist, nimmt in diesem Bereich gleich in mehrfacher Hinsicht eine besondere Stellung ein. Das dahinter liegende Konzept des ‚Serious Mobile Learning‘ fokussiert:

  • … auf die Nutzung von Tablets im betrieblichen Kontext.
  • … auf die Auseinandersetzung der Lernenden mit komplexen Sachverhalten auf Grundlage von betrieblichen Realprozessen (als Abgrenzung zu ‚learning nuggets‘).
  • … auf die Verbindung von didaktischen Lernsettings mit der betrieblichen Realumgebung.
  • … auf kollaboratives Lernen in Dreier-Teams i. S. positiver und negativer Abhängigkeiten bzw. Interdependenzen in Entscheidungs- und Lösungsprozessen.
  • … auf Dynamisierung von Situationen durch ‚externe Schocks‘
  • … auf die Flexibilisierung von Situationen durch ‚Entscheidungsvariablen‘ und ’situative Pfade‘.
  • … auf eine ganzheitliche Kompetenzorientierung durch fachliche, soziale, personale Herausforderungen.
  • … die Nutzung von Potentialen mobiler Endgeräte (Kamera, Touchscreen, Mikrofon, mobile Betriebssysteme…)
  • … die Umsetzung von komplexen Dialogstrukturen mit virtuellen Personen inkl. einer Interdependenz der Gesprächsführung mit Situationsvariablen im Gespräch und außerhalb des Gespräches
  • … und viele weitere Punkte.

Universität Paderborn

Kennzeichen des Projektes ist es, dass sich diese umfangreichen Gestaltungsmerkmale im Diskussions- und Entwicklungsprozess mit dem Konsortium über die Projektlaufzeit weiter ausdifferenzieren. Festzuhalten ist, dass die einzelnen Merkmale nicht unabhängig voneinander gestaltet werden können. Damit sind Priorisierungen ebenso erforderlich wie die permanente, kritische Reflexion und Evaluation von Gestaltungsansätzen. Zugleich zeigt der Prozess, dass sich neue Gestaltungsmerkmale aufdrängen und in Entscheidungen einzubeziehen sind.

Zugleich wird bei vielen der o. g. Punkte deutlich, dass Sie auch im Bereich des Lernens via Browser an stationären Geräten umsetzbar sind. Dieses liegt nicht zuletzt in der Intention  des NetEqnuiry-Projektes, eine ergänzende browserbasierte Lösung anbieten zu wollen. Damit sollen die Herausforderungen der Transferfähigkeit in berufliche Schulen, aber auch in Unternehmen ohne umfassende Ausstattung mit Tablets und entsprechender Netzanbindung der Geräte hergestellt werden. In Konsequenz wird im Projektteam insbesondere bei der Gestaltung von Szena